Gesundheitsmanagement

Nach Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz gehen der deutschen Volkswirtschaft jährlich 60 Milliarden Euro durch krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit verloren. Die Zahl der Krankheitstage summiert sich auf etwa 628 Millionen. Fast jeder 2. Arbeitnehmer scheidet aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Erwerbsleben aus. Gründe dafür finden sich häufig in Muskel- und Skeletterkrankungen (Bandscheibenschäden, Rücken- und Gelenkleiden), die oft durch Bewegungsarmut bedingt sind.

Bandscheibenschäden

Politische Grundsatzentscheidungen, wie zum Beispiel die Rente mit 67 Jahren, können sich zudem dramatisch auf die älterwerdenden Belegschaften auswirken, wenn keine Maßnahmen aus der Verhältnisprävention der Arbeitgeber und aus der Verhaltensprävention der Arbeitnehmer abgeleitet werden.

Aber auch gesundheitsschädigende Verhaltensweisen am Arbeitsplatz, fehlendes Wissen um einen gesunden Arbeitsplatz, einseitige Belastungen, Versagen der Vorgesetzten, Motivationsprobleme der Mitarbeiter, Stress, Alkoholismus am Arbeitsplatz usw. spielen eine wichtige Rolle. Diese lassen sich jedoch oft frühzeitig erkennen und korrigieren.

Trotz einer z.Zt. deutlich ausgeprägten Konjunkturschwäche zeichnet sich eine stärkere Tendenz mittel- und großständiger Betriebe zur Senkung der krankheitsbedingten Fehlzeiten ab. Diesen Prozess steuern ausgebildete Gesundheitsberater, die eine spezielle Weiterbildung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement nachweisen. Dies geschieht oft auch in Kooperation mit den Berufsgenossenschaften und einigen Primär- und Ersatzkrankenkassen.

All diese Rahmenbedingungen sprechen dafür, dass sich wirtschaftliches Engagement in diesem Bereich in Zukunft lohnen wird. Um die Potenziale des betrieblichen Gesundheitsmanagement erschließen zu können, benötigen interessierte Gesundheitsmanager eine seriöse Qualifikation.